Bloggen für Geld – Blogger als Web Marketing Instrument nutzen

16. November 2007 - Michael

Max M. aus Würzburg kauft ihr neu erschienen Buch „Web Marketing 2007 – Instrument des Internet Marketing“. Er ist total begeistert von diesem und freut sich riesig über die guten Tipps. Zufällig ist Max ein Blogger. Seine Freude über die guten Tipps im Buch ist so groß, dass er sie mit anderen teilen möchte. Er schreibt eine Rezession über ihr Buch und veröffentlicht diese im Internet auf seinem Blog. Seine positiven Eindrücke gibt er an seine Leser weiter.

Gegen diese Form von Werbung würde sich sicherlich keiner wehren. Dieser Idealzustand einer kostenlosen Web Promotion findet man aber nur selten. Es ist sehr schwer Leute zu animieren, über ein Produkt oder Firma zu bereichten. Vor allem wenn es sich um positive Werbung handeln soll.

Was nun tun um das Produkt im Web bekannt zu machen und den Absatz zu fördern? Kostenpflichtige Werbung z.B. bei Google AdWords ist bereits geschaltet. Produktvorstellungen in bekannte Artikelverzeichnisse sind bereits eingereicht. Die Standard Web Marketing Instrumente zeigen bereits ihre Wirkung. Besucher kommen auf die Internetseite und Informieren sich über das Produkt. Sie möchten die Werbung aber noch weiter intensivieren. Ihre Werbung soll auffälliger und einprägsamer sein als ein Werbebanner oder kurzer Anzeigetext. Sie möchte ihre Zielgruppe umfassend über die Vorzüge ihres Produktes informieren.

Werbepartner finden – Zielgruppe erreichen

Ihr Buch behandelt das Thema Web Marketing. Um ihre Zielgruppe möglichst genau zu erreichen sollen Rezensionen auf Internetseiten erscheinen, die ausschließlich über Web Marketing bereichten. Sie könnten sich nun die Arbeit machen und Betreiber von Web Marketing Seiten anschreiben, mit der Bitte eine Buchrezession zu schreiben und zu veröffentlichen. Da ihnen klar ist, dass diese „dreiste“ Anfrage auf entsetzte Empörung stoßen würde, offerieren sie dem Webmaster einen kleinen Obolus. Natürlich darf ein kostenloses Probeexemplar ihres Buches nicht fehlen.

Um diesen Weg der Zusammenfindung von Angebot und Nachfrage zu erleichtern gibt es Plattformen wie trigami [Anzeige Link]. Diese führen Werbeanbieter und „Content“ Lieferanten – in dem Fall von trigami Blog Betreiber – zusammen. Der Werbeanbieter – Sie – geben ihr Wunsch an: Suche Blogger der auf seinem Blog zum Thema Web Marketing eine Rezession über mein Buch „Web Marketing 2007 – Instrument des Internet Marketing“ verfasst und veröffentlicht. Blogger die dieser Anforderung gerecht werden bewerben sich bei ihnen. Einigt man sich, bezahlt sie eine Gebühr an den Plattformbetreiber. Die Höhe richtet sich nach Qualität und Reichweite des Blogs. Abzüglich einer Provision wird diese Gebühr an den Blogger weitergereicht.

Kennzeichnungspflicht für Werbung

Klingt doch gar nicht so schlecht? Wie bei fast allen Dinge des Lebens gibt es Pro und Contra. In Deutschland muss Werbung – nichts anderes ist diese Art von bezahlten Rezensionen – als solche deutlich gekennzeichnet werden. Trigami kommt dieser Aufforderung nach. Alle verfassten Beiträge werden mit einer Anzeigekennzeichnung versehen. Diese sieht wie folgt aus:
Anzeigekennzeichnung bei trigami

Dieses hebt den Effekt der freiwilligen Berichterstattung auf. Trotzdem. Das primäre Ziel ist Werbung so zu platzieren, dass sie A Auffällt und Z die Zielgruppe anspricht. Und genau das kann man mit diesem Marketing Konzept erreichen. Außerdem: Die Rezession wird immer noch vom Blogger selbst geschrieben. Nicht von ihnen! Der Artikel ist mit seinem Namen versehen.

Kritik am Modell – zu unrecht?

Natürlich gibt es auch viel Kritik an einem derartigen Konzept. In der Diskussion Wer bei trigami profitiert? wird u.a kritisiert das es sich um eine Einmalzahlung handelt. Zur Recht wie ich finde. Der Blogger bekommt eine Einmalzahlung. Der Werbetreibende und der Vermittler bekommen dauerhaft Werbung. Zudem stören sich einige Blog – Leser an solchen Werbe Anzeigen. Im schlechtesten Fall kehren Stammleser dem Blogger den Rücken. Auch hier trifft es wieder den Blog – Betreiber besonders hart.

An dieser Stelle sollte man den Blogger in Schutz nehmen. Auch dieser möchte von irgendetwas leben. Oder zumindest seine Ausgaben für Webspace etc. amortisieren. Ob er nun Adwords oder ähnliches in seinen Blog einbindet, oder die hier dargestellte Werbeart einsetzt. Wo ist der Unterschied? Die Anzeigen sind deutlich als solche gekennzeichnet. Es bleibt jedem selbst überlassen ob man sie liest oder nicht. Auch große Tagezeitung und Zeitschriften vermarkten derartige Werbung. Oftmals sind diese sehr viel schlechter gekennzeichnet und als Werbung zu identifizieren. Warum also sollte man es dem „kleinen“ Blogger ausreden.

Linkkauf Advanced

Über Linkkauf wird zurzeit eine hitzige Diskussion geführt. Im Prinzip ist diese Marketing From nichts anderes als „Linkkauf Advanced“. Google scheint etwas gegen Konkurrenz am Werbemarkt zu haben. Zumindest könnte man diese Vermutung anstellen wenn man über Berichte von PageRank abstürzt ließt. Eine Stellungnahme hierzu gibt es auch direkt von trigami.

Neben trigami ist mir im deutschsprachigen Raum nur noch Blogpay.eu bekannt. Stellt aber im Bezug auf Anzahl der Blogger und Auftragsfrequentierung keine Alternative zum Marktprimus dar. Das Konzept ist mehr als Interessant. Eine durchaus attraktive Erweiterung für das ganzheitliche Web Marketing Konzept.

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2 Reaktionen zu “Bloggen für Geld – Blogger als Web Marketing Instrument nutzen”

  1. Remo Uherek

    Vielen Dank für diesen spannenden Artikel und die Erwähnung von trigami.

    Gruss, Remo

  2. Alex

    Hallo,

    es gibt einige Webmaster, die nur im Affili-Sektor tätig sind und bomben deren Internetseiten mit Werbung voll, verdienen sich dabei einen Monatsgehalt, aber die Blogger, die etwas nebenbei erzielen möchten, der eine mehr und der andere weniger, stellt man gleich ins schwarze Licht.

    Ich versteht das alles nicht und in Zeiten wo das alltägliche Racken auf einer Baustelle nicht in jedem Fall sein muss, hat man keine bessere Möglichkeit im Internet und dem eigenen Blog, ein kleines, auch wenn nur geringes Nebeneinkommen zu erzielen.

    Manche Blogger holen es sich durch Adsense und viele Besucher und die anderen eben durch Trigami, Hallimash und Co.

    Ich würde mal sagen, die Vorurteile sind zu unrecht, letztendlich steckt da auch eine immense Arbeit dahinter und in erster Linie bloggt ein Blogger für die Leser und weil es Spass macht.

    Auch Trigami-Blogger, der Begriff hat sich wohl schon in der Szene etabliert:), bloggen nicht wegen dem Geld, mit Sicherheit nicht.

    Geld verdienen im Internet ist eine sehr hohe Kunst und ist viel schwieriger als im richtigen Leben, daher habe ich Respekt vor den Bloggern, die davon nunmal leben müssen, da ja manche Webmaster selbständig sind und ein eigenes Blog als geldverdienendes Instrument im Web haben und auch richtig einsetzen können.

    Wenn ich soweit wäre, hätte ich meinen Beruf schon längst an den Nagel gehängt.

    Wiederum ist nur meine Meinung.

    Grüsse…

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